Tage 40-41 / Val Medel-Capanna Cadlimo-Airolo

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Morgens im Val Medel, hier zeltete es sich gut

Nach kurzer Sonneneinlage am Morgen beginnt es gestern (Montag) kurz nach Mittag wieder einmal zu regnen, und zwar ziemlich plötzlich und ziemlich stark. Die angekündigte Kaltfront ist demnach etwas früh dran. Also leider kein Gipfelglück heute, nur die Flucht zur Cadlimohütte und ins Trockene. Eigentlich eine außergewöhnlich schöne hochalpine Landschaft, aber in Regen eben nur begrenzt zu genießen.

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Die fast außerirdisch wirkende Staumauer des Lai da Sontga Maria

Nach einer etwas windigen aber guten Nacht im Zelt unterhalb des Lukmanierpasses geht es vorbei am Stausee Sontga Maria, immer weiter hoch entlang den Quellbächen des Rheins zur Hütte, die genau auf der Wasserscheide zwischen Rhein und Po steht. Oder: der Grenze zwischen Graubünden und Tessin. Oder, wenn man will: zwischen Norden und Süden. Mit 2570m ist dies die bislang höchstgelegene Hütte, in der ich auf dieser Reise schlafe (wenn ich mich nicht täusche).

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Regen und noch mehr Regen im Anmarsch im Val Cadlimo

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Cadlimohütte (2570m)

Am heutigen (Dienstag) Morgen schneit es bis herunter zur Hütte, doch nur etwas weiter oben bleibt der Schnee liegen. In Anbetracht des andauernden schlechten Wetters und der Tatsache, dass ich bis jetzt sehr gut Strecke gemacht habe durch die Schweiz, entscheide ich mich, heute nur den relativ kurzen Abstieg nach Airolo zu machen, und es dabei zu belassen.

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Steinböcke im Val Canaria

Kleine Überraschungen beim Abstieg ins Tessin: Eine Herde fast zahmer, zumindest recht unerschrockener, Steinböcke. Sie schienen fast so interessiert an nur wie ich an ihnen. Und: Der Regen hat die Bäche stark anschwellen lassen, wahrscheinlich so sehr wie zur Zeit der Schneeschmelze, weshalb besonders eine Bachquerung ziemlich anspruchsvoll wurde. Die normalerweise zu benutzenden Trittsteine waren komplett überspült, mir blieb nichts anderes übrig, als den Bach bis zu einer geeigneten Stelle hochzuwandern und dort eine Viertelstunde lang einen Uferstein nach dem anderen ins reißende Wasser zu schmeißen, bis ich eine Furt aus wackeligen Tritten hatte. Ja, all das gehört zum Bergwandern in diesem Sommer dazu!

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Reißende Wässer im Tessin

Tanti saluti dal Ticino,
Phil

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